ICH

Reisebericht Malta 2005

Einleitung

Als wir - schon so gegen Ende des Sommers - noch ein Plätzchen suchten, an dem wir den Sommer gemütlich ausklingen lassen könnten, fiel unsere Wahl auf den Inselstaat Malta. Viel wussten wir nicht über die Insel(n), nur, dass es dort auch noch Ende September nahezu eine Garantie auf gutes Wetter gibt. So haben wir uns kurzentschlossen für einen einwöchigen Aufenthalt auf Malta entschieden. Wir buchten ein Hotel in Cirkewwa (Paradise Bay) nahe am Anleger der Gozo-Fähren mit Halbpension. Das Ganze für Gut 400 EUR pro Person. Auf Malta kamen dann noch - ohne übertrieben gelebt zu haben - Ausgaben von ca. knapp 100 EUR pro Person dazu, so dass man mit ca. 500 EUR pro Person eine Woche Malta genießen kann (natürlich ohne ausschweifend das Nachtleben zu genießen, was da, wo unser Hotel gelegen war, ohnehin nicht stattfand).

14.09.2005: Anreise

Unser Flieger sollte recht spät von Berlin Tempelhof (TXL) abheben, so dass wir noch ein wenig Zeit in Berlin verbringen konnten. Wir entschlossen uns zunächst für einen kurzen Abstecher zu den Potsdamer-Platz-Arkaden. Hier gab's das obligatorische Eis. Anschließend haben wir das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht, sind über den Reichstag in einer weiten Runde durch das Regierungsviertel gelaufen und über Unter den Linden zurück zum Bahnhof. Mit der S-Bahn ging's zum Auto und vom Auto - dann mit Gepäck - zum Flughafen. Die Maschine der Air Malta hob mit einer guten Verspätung ab, so dass es, nach einem ruhigen Flug und einer ersten Busfahrt über die Insel nichts mehr mit unserer Ankunft am Mittwoch wurde. Nach Mitternacht konnten wir erst unser Hotelzimmer beziehen. Das Zimmer war sehr geräumig, grundsätzlich sauber und zweckmäßig eingerichtet.

15.09.2005: Paradise-Bay und Umgebung

Für den ersten Tag nach unserer Anreise stand die Erkundung der näheren Umgebung auf dem Programm. Wir haben recht schnell herausgefunden, dass es da recht wenig zu erkunden gab. Ein bisschen Fährhafen, ein bisschen Hotel, ein bisschen Straße zur nächsten Ansiedlung, die wiederum aus Hotels bestand. Aber auch das war uns egal - so blieb etwas mehr Zeit für den Strandaufenthalt. Zwischendurch war noch der Anreise-Vortrag unseres Reiseleiters angesetzt, der allerdings recht schnell beendet war. Aber diese Veranstaltung hatte auch ihr Gutes. Dort lernten wir ein weiteres Paar aus Deutschland kennen, mit denen wir uns für den nächsten Tag gleich verabredeten. Am Strand ließ ein bisschen aus Deutschland importierte Leselektüre die Zeit bis zum Abendessen recht schnell verstreichen. Das täglich recht abwechslungsreich gestaltete Abendessen - was man vom Frühstück nur eingeschränkt behaupten kann - ließen wir uns schmecken. Und den Abend verbrachten wir in einer netten Runde bei einem kleinen Spielchen. zu spät sollte es dann aber auch nicht werden, denn für den nächsten Tag stand ein Ausflug an.

16.09.2005: Gozo

Gleich früh - so gegen 9:00 Uhr - starteten wir, gut gestärkt zu Fuß Richtung Fähranleger. Leider haben wir die nächste Fähre verpasst, so dass wir gut 40 Minuten auf unser Schiff warten mussten. Die Überfahrt verlief ruhig. Auf Gozo angekommen wollten wir uns einen Mietwagen nehmen, mit dem wir die Sehenswürdigkeiten der Insel auf eigene Faust erkunden wollten. Doch schon während meiner ersten Schritte auf Gozo-Boden wurde ich von einem freundlichen Herrn angesprochen, der uns für einen guten Preis zur Inselhauptstadt Victoria fahren wollte. Es gelang mir allerdings, ihm verständlich zu machen, dass mir sein Angebot nicht ausreichte, wir vielmehr einen ganzen Tag Sightseeing für die Sehenswürdigkeiten Gozos suchten. Auch das war für ihn kein Problem. Das von ihm unterbreitete Angebot für diese Dienstleistung war akzeptabel - so akzeptabel, dass wir Stillschweigen vereinbart haben, woran ich mich auch halten will. Nur so viel - es war erschwinglich (auch für Studenten). So hatten wir also - ehe wir uns versahen - eine Individual-Tour in einer klimatisierten E-Klasse (aktuelles Modell) gebucht. Zum Glück wussten wir auch ein paar Ziele, die wir auf Gozo ansteuern wollten und so ging's los, zunächst in Richtung Azure-Window. Dabei hatten wir kurze Foto-Zwischenstopps am Xewkija-Dome und an einer sehr bekannten Glasbläserei (deren Angebote allerdings nicht so erschwinglich waren). Nach kurzer Fahrt - Gozo ist nicht so groß (nur 67 km²) - erreichten wir Dwejra-Point. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick einerseits auf das Azure Window, andererseits aber auch auf Fungus Rock. Man kann das Azure-Window und auch den Inland-Sea zu Fuß erwandern und wunderschöne Fotos schießen. Das Azure-Window - um es schmackhaft zu machen - ist einen riesiger, aus dem Wasser herausragenden Felsbogen. Erosion trägt kontinuierlich weiter Material von der Felsplatte, die den Bogen spannt ab, so dass sich einerseits die "Durchfahrtshöhe", die jetzt schon einem hohen Schiff genügend Raum bietet, immer größer wird, andererseits aber auch die Stärke der, den Bogen bildenden Platte immer dünner wird.

Nach einem - wie ich im Nachhinein weiß - viel zu kurzen Aufenthalt von ca. 30 Minuten an diesem herrlichen Küstenstreifen ließen wir uns nach Victoria bringen. Victoria ist die Inselhauptstadt und hieß früher Rabat. Victoria ist geprägt von vielen kleinen Gässchen, beeindruckenden Kirchbauten (zum Beispiel Church of St. George) und der Citadell. Nachdem wir uns am zentralen Platz für zwei Stunden vom Taxifahrer verabschiedeten, erkundeten wir Victoria auf eigene Faust anhand der guten Tipps aus dem Reiseführer. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachten wir dabei in der Zitadelle, der dort gelegenen Kathedrale und dem Kathedralen-Museum. Natürlich haben wir uns vorher ein wenig die Innenstadt und anschließend die zwei Opernhäuser "Astra" und "Aurora" sowie Rundle Gardens angesehen. Vor allem jener Garten bot eine willkommene klimatische Abwechslung zu der heißen aber auch staubigen, sonnendurchfluteten Luft der engen Gassen der Stadt. Nicht ganz so pünktlich - aber egal! - holte uns unser Taxi am vereinbarten Treffpunkt wieder ab und wir fuhren zu den Ggantija-Tempeln. Dabei handelt es sich um eine, auf der Liste des Weltkulturerbes stehende, Megalithtempelanlage, Mitte des 4. Jahrtausends vor Chr. errichtet. Ein Besuch der Anlage allerdings war nicht geplant. Einerseits konnte man bereits beim Herumlaufen einen guten Eindruck bekommen, andererseits gibt es auch auf Maltas Hauptinsel vergleichbare Tempelanlagen, von denen wir eine auf unserem Reiseprogramm hatten. So setzten wir unsere Inselrundfahrt nach einem 15-minütigen Aufenthalt fort. Unser Taxifahrer-Guide brachte uns zum Calypso-Cave, in der der Sage nach, der homerische Held Odysseus sieben Jahre lang von der verführerischen Nymphe Kalypso festgehalten wurde. Von hier oben hatte man einen herrlichen Blick auf den roten Sandstrand der Ramla Bay. Was man allerdings aus der Entfernung nicht sah, war, dass einem das Baden durch eine Unzahl von Feuerquallen verleidet wurde. So auch in Marsalforn, wo uns unser Taxifahrer zum Mittagessen hinfuhr. Eine Stunde zum Essen und sich ein bisschen an den Stadt-"Strand" zu legen hatten wir vereinbart. Das Baden aber sollte an diesem Tag auch nicht zu kurz kommen. Da es aufgrund der Strömung und der dadurch angetriebenen Feuerquallen allerdings an der Nordküste Gozos nicht möglich war, fuhren wir zu einer Badestelle an der Südküste - schon recht nahe am Fähranleger. Wir verabschiedeten uns von unserem Taxifahrer und begaben uns auf einen kurzen Abstieg hinab zum Wasser. Herrlich, hier zu baden: klares, warmes Wasser! Um unser Abendessen zu erreichen liefen wir entlang der Tatal-Cliffs zurück zum Hafen, bekamen auch gleich eine Fähre und waren so pünktlich zum zweiten Abendessen-Durchgang wieder im Hotel. Auch dieser schöne Tag neigte sich in geselliger Runde seinem Ende.

17.09.2005: Valletta

Natürlich darf eine Besichtigung der Hauptstadt nicht fehlen. Also stiegen wir unmittelbar vor unserem Hotel in den 45er Bus und begaben uns auf eine recht abenteuerliche "Inselrundfahrt" in einem der bekannten, gelb-orange lackierten alten Busse. Nach einer guten Stunde Fahrt hatten wir die Hauptstadt Maltas erreicht und hielten uns bei unserer Stadtbesichtigung an die Vorgaben aus dem Reiseführer - damit uns auch nichts entgeht. So betreten wir Valletta durch das City-Gate. Unser erster Weg führt uns zur Tourist-Information, in der wir uns zusätzlich ein paar hilfreiche Flyer mitnehmen. Die Republic-Street, eine der breiteren Straßen Vallettas, bringt uns vorbei an zahlreichenhistorischen Gebäuden, der Alten Oper, einigen Kirchen zur St. John's Co-Cathedral. Der Eintritt hier lohnt sich wirklich! Eine sehr prachtvolle Kirche, herrliche Fußböden und verschiedene "National"-Kapellen, darunter auch die deutsche. Lohnend ist es auch, die Barraccas-Gardens, die Upper~ und die Lower~ zu besichtigen. Von den Upper Barracca Gardens hat man einen schönen Blick zur Siege-Bell und hinüber über den Grand Harbour zum Fort St. Angelo. Beide Gärten laden zum Verweilen, Ausruhen, Entspannen ein, bevor die Stadtbesichtigung fortgesetzt wird. Sehenswert sind auf alle Fälle noch die einstige Auberge de Castille, heutiger Sitz des maltesischen Premierministers und die Sacra Infermeria. Letzteres, mit der langen, zum Hafen gewandten Front ist heute Tagungs- und Kongresszentrum und war früher Hospital der Ordensritter. Der Weg zur Spitze Vallettas, zum Fort St. Elmo lohnt sich nur bedingt, denn so richtig öffentlich ist das Fort nicht. Es beherbergt heute die Polizeiakademie und ist nur sehr eingeschränkt zu besichtigen. Nicht so schlimm. Nach einem kurzen Abstecher zum Hastings Garden sowie zahlreichen weiteren Kirchbesichtigungen begaben wir uns auf den Rückweg - diesmal in einem etwas moderneren Bus. Den Nachmittag verbrachten wir am Hotel-Pool. Ein weiterer schöner Tag neigt sich dem Ende entgegen.

18.09.2005: Sliema, Hafenrundfahrt, Golden Bay

Von "Vorgängern", die auch einen Reisebericht online stellen, holten wir uns die Inspiration für diesen Tag. Wir begannen ihn damit, ein Bus-Tagesticket zu kaufen und fuhren nach Sliema. Hier war es gar nicht so einfach, einen Kapitän zu finden, der uns für unseren Preis mitnahm. Es gelang und wir verbrachten knapp zwei Stunden auf einem kleinen Boot. Wir durchfuhren zunächst die vier Buchten ("Creeks") des Marsamxett Harbour, anschließend die sechs Buchten des Grand Harbours und erhielten eine ausführliche Erläuterung zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Außerdem konnten wir so zahlreiche Sehenswürdigkeiten Vallettas, die wir tags zuvor bereits gesehen hatten erneut - diesmal allerdings von der Seeseite - sehen. Nach den zwei Stunden der Hafenrundfahrt nahmen wir den Bus von Sliema zur Golden Bay. Wir liefen hinab zum Sandstrand, dem bedeutendsten von Malta, der aufgrund des Wochenendes auch recht gut besucht war - auch von Einheimischen. Entlang der Küste kletterten wir über Stock und Stein weiter zur benachbarten Ghajn Tuffieha Bay und noch ein bisschen weiter. In der Ghajn Tuffieha Bay war dann auch die Gelegenheit, ein kurzes Bad im Mittelmeer zu nehmen. zurück zur Bushaltestelle in der Golden Bay liefen wir oberhalb des Küstenstreifens. Wir nahmen den Bus und fuhren bis Mellieha. Hier haben wir noch kurz die Pfarrkirche und die etwas unterhalb gelegene Höhlenkirche St. Marija besichtigt. Erst später erfuhren wir aus dem Reiseführer, dass in letztgenannter Kirche ein direkt in den Fels gemaltes, recht altes Marienbild verehrt wird - naja, war ohnehin gerade Gottesdienst, so dass für uns recht wenig Gelegenheit bestand, uns umzusehen. Die Rückfahrt zum Hotel verlief ohne Zwischenfälle, wie auch das anschließende Abendessen und der Abend.

19.09.2005: Dingli Cliffs, Clapham Junction, Buskett Gardens und Mdina

Eine sehr empfehlenswerte, wenn auch mit den öffentlichen Bussen von Cirkewwa nur umständlich, weil in Sternfahrt über Valletta zu erreichende, Sehenswürdigkeit sind die Dingli Cliffs. Hier fällt die Steilküste Maltas recht eindrucksvoll und teilweise ca. 250 m tief direkt ins Meer ab. Es ist - naja, eher bedingt - empfehlenswert, oberhalb der Cliffs entlang zu laufen, ab und zu mal einen Blick in die Tiefe zu riskieren. Der Weg ist nicht besonders attraktiv, dafür aber der Blick auf die Steilküste. Von den Dingli Cliffs kann man zu Fuß Clapham Junction erreichen. Auch wenn das auf Maltas Landkarte, die wohl eher eine Wanderkarte ist, vielleicht recht weit erscheint. Der Weg lohnt sich, allein schon wegen des Mythos, einmal mehrere tausend Jahre alte Spuren zu sehen. Bei Clapham Junction handelt es sich nämlich um die in maltesischen Boden eingeschleiften Spuren von Gleitkarren. Sie stammen aus der Bronzezeit, sind also zwischen 2000 und 1000 vor Chr. entstanden. An besagter Stelle häufen sich diese Spuren, sie kreuzen und verzweigen sich. Das Gelände ist frei zugänglich und kann ausgiebig durchstreift werden. Von Clapham Junction liefen wir, um zur Bushaltestelle zu gelangen, durch Buskett Gardens, einem kleinen Wäldchen, das lediglich aufgrund der sonst so tristen, kargen Landschaft in Malta eine Erwähnung wert ist. Hier gibt es ein paar Schatten spendende Bäume, etwas Grün fürs Auge und einen schönen Blick auf das (nicht zugängliche) Verdala Palace. Und weil der Bus an der Station wohl noch eine Weile auf sich hätte warten lassen, entschlossen wir uns, unseren Spaziergang noch etwas fortzusetzen und noch nach Mdina, der ehemaligen Hauptstadt Maltas, zu laufen. Auch in Mdina war Verlass auf unseren Reiseführer, der uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt innerhalb mächtiger Festungsmauern und beeindruckend auf einer kleinen Anhöhe gelegen, führte. Mdina betritt man durch das Main Gate, durchschreitet es durch die Vilegaignon Street und gelangt so, vorbei an der Kathedrale, verschiedenen Kirchen, durch enge Gassen zum Bastion-Square. Hier kann man einen Blick über die Festungsmauern, hinab ins weite Land genießen. Die Besichtigung der Kathedrale sei ans Herz gelegt. Und man sollte nicht vergessen, Mdina, so mächtig auf der Anhöhe mit der prägenden Kuppel der Kathedrale gelegen, auch mal von unten zu fotografieren. Ich muss deshalb wohl noch mal hin... Zurück zum Hotel nahmen wir diesmal dann doch den Bus. Wir erlebten nach unserer Rückkehr und einem erfrischenden Sprung in den Salzwasser-Pool des Hotels noch einen Sonnenuntergang über dem Meer und konnten anschließend unser Abendessen zu uns nehmen.

20.09.2005: Blue Grotto, Hagar Qim und Marsaxlokk

Unser letzter (ganzer) Tag auf Malta sollte uns noch einmal ans andere Ende der Insel bringen - genauer geschrieben an zwei andere Enden. Doch der Reihe nach. Zuerst begaben wir uns auf Bustour nach Hagar Qim, einer historischen Tempelanlage. Der Busfahrer machte uns mehr oder weniger bereits eine Station vor unserem eigentlichen Ziel deutlich, dass wir aussteigen sollten. Das taten wir dann auch und waren - wie erwartet - nicht bereits bei den Tempelanlagen, sondern erst oberhalb der Blauen Grotte. Das war aber ganz gut so, denn auf diese Weise konnten wir zumindest von oben noch mal einen Blick auf die schöne Felsformation der Küste bei der Blauen Grotte werfen. Nach einem kurzen, sich anschließenden, Spaziergang der Straße entlang erreichten wir wenig später die historischen Tempelanlagen von Hagar Qim und Mnajdra. Diese beiden, dicht beieinander gelegenen Anlagen, gehören zu den bedeutendsten neolithischen Tempelanlagen auf Malta. Am Eingang kann man sich entscheiden, ob man nur Hagar Qim oder auch die etwa 300 m entfernte Anlage von Mnajdra besichtigen möchte. Wir entschieden uns, beide Tempel - oder das, was von beiden übrig war - zu besichtigen. Die Ursprünge der Anlagen werden auf mehr als 3000 Jahre vor Chr. datiert. Beide Tempel bestehen aus mehreren ovalen Kammern mit verschiedenen Nebengemächern, Orakel-Öffnungen und sind ansonsten fast leer. Lediglich im Tempel von Hagar Qim steht eine Kopie eines mit Pflanzenreliefs verzierten Altars, dessen Original im Museum in Valletta zu besichtigen ist. Dennoch ist es faszinierend, auf solch historischen Pfaden zu wandeln. Wenn man sich zwischen den beiden Tempelanlagen bewegt, kann man außerdem noch einen Abstecher zur Steilküste wagen. Hier ragt ein Turm - Teil der ursprünglichen maltesischen Befestigungsanlagen - in den Himmel (vielleicht 3 Stockwerke) und man kann einen kleinen, vom Wasser umspülten, natürlichen Bogen an der Küste sehen. Nach vielleicht 90 Minuten waren wir der Meinung, alles gesehen zu haben und ließen uns vom Bus wieder nach Valletta und von dort weiter nach Marsaxlokk bringen. Dieses kleine Fischerdörfchen wurde uns am Anfang unserer Reise von unserem "Reiseleiter" ans Herz gelegt wegen des Marktes und der vielen kleinen Fischerboote, die - in historischen Farben lackiert - im Hafen liegen. Der Markt hatte bereits so gut wie geschlossen, jedenfalls war die große Touristenwelle schon durch. Außerdem hatte der auch nicht viel Besonderes zu bieten, wie wir bei einem kurzen Bummel selber feststellen konnten. Aber es lagen tatsächlich zahlreiche Fischerboote im Hafen, die auch alle ein Auge am Bug aufgemalt hatten, das böse Blicke fernhalten soll und eine typische Farbgebung aufwiesen. Leider waren die meisten abgedeckt, so dass sich auch kein soooo prachtvolles Bild ergab. Sei's drum. Wir verbrachten gut 45 Minuten in Marsaxlokk, ehe wir den Bus zurück ins Hotel nahmen. Dort genossen wir ein letztes Mal das gute Abendessen und verbrachten noch einen netten Abend.

21.09.2005: Rückreise

Unser Flieger sollte 16:30 Uhr starten - eine recht christliche Zeit. Gegen 13:30 Uhr sollten wir vom Bus im Hotel abgeholt werden. So konnten wir noch einmal richtig ausschlafen. Wir nahmen unser Frühstück in aller Ruhe und legten uns mit etwas zu Lesen an den Pool. Der eine in den recht knapp bemessenen Schatten, die andere in die Sonne. Für den einen oder anderen mag sich erst das so richtig wie Urlaub lesen. Aber - und das soll als Fazit stehen bleiben - ich bin der Meinung, die Mischung macht's. Ein bisschen von Land und Leuten kennen lernen, ein bisschen Entspannung und "Urlaub". Und so haben wir beide eine Woche Malta so ganz nach unserem Geschmack verbracht. Wir werden wiederkommen!

© 2005 by A. Klemm
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