ICH

Hallo lieber Gast auf www.aklemm.de,

nachdem Du Dich in den endlosen Weiten des Internets nun schon bis hierher verirrt hast, möchtest Du vielleicht auch etwas über mich erfahren. Wenn dem so ist, dann bist Du hier genau richtig!

Die frühen Jahre

Im Dezember 1970 erblickte ich in Dresden, wo ich auch aufgewachsen bin, das Licht der Welt. 1987 verlies ich die wunderschöne Elbmetropole, um in Falkenberg/Elster meine dreijährige Lehrzeit zu verbringen. Aus heutiger Sicht eine Zeit, die mir sehr viel gegeben hat - nicht nur, weil ich hier meinen Beruf erlernte und meine Hochschulreife erlangte.

Anschließend leistete ich in der medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden meinen Zivildienst.

Studium / Berufliche Entwicklung

Den Grundstein meiner beruflichen Entwicklung legte ich ab 1991 während meines Studiums der Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden. Gut fünf Jahre später, im Dezember 1996 verteidigte ich meine Diplomarbeit erfolgreich und beendete im Februar 1997 mein Studium. Unmittelbar anschließend startete ich ins Berufsleben. Über zahlreiche innerdeutsche Stationen bei verschiedenen Energieversorgungsunternehmen bzw. Netzbetreibern landete ich Ende 2000 in Bayreuth und verdiene dort auch heute noch meinen Lebensunterhalt als Kundenbetreuer bei einem Übertragungsnetzbetreiber.

Einer ganz anderen Herausforderung stellte ich mich 2007 / 2008 in Bulgarien. Dort unterstützte ich die Kolleginnen und Kollegen einer (damaligen) Schwesterfirma beim Aufbau einer soliden Netzdokumentation und -planung. Eine nicht zuletzt auch interkulturell sehr wertvolle Erfahrung für mich.

Ein Jahr in Bulgarien

Es begann am ersten Sonntag im Juni 2007. Ich bin nach Varna geflogen, und am nächsten Tag mit meinem Chef nach Gorna Orjahovica gefahren. Dort hat mich mein Chef den Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Anschließend habe ich mein Büro bezogen und soweit es ging eingerichtet. Telefon stand schon auf dem Schreibtisch, ein paar Tage später hatte ich auch ein Handy und in meine dritte Woche konnte ich mit einem eigenen PC starten.

Der geregelte Arbeitstag beginnt gegen 8:00 Uhr und endet gegen 16:30 Uhr. Während meiner Zeit in Gorna Orjahovica, habe ich in der ca. 15 Autominuten entfernten (lt. Reiseführer) 75.000-Einwohner-Stadt Veliko Tarnovo gewohnt - recht gewöhnungsbedürftig, den Weg zur Arbeit mit dem Bus zurückzulegen.

Veliko Tarnovo ist eine nette Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten. Bemerkenswert ist, dass Veliko Tarnovo auch mal Hauptstadt von Bulgarien war (lang ist's her). Das hat Spuren hinterlassen. So gibt es inmitten der Stadt auf einer Anhöhe eine Art Festungsanlage auf vielleicht einem Quadratkilometer. Die ist schon tags über recht nett anzusehen. Aber wenn genügend zahlungskräftige Touristen da sind (mir wurde gesagt, dass schätzungsweise 500 Lewa fällig werden, was 500 DM bzw. ca. 250 Euro entspricht), wird abends mit und in dieser Festung ein Lichtspektakel veranstaltet, das ein wenig die Historie reflektiert - äußerst beeindruckend! Eine richtig tolle, ca. 20-minütige Ton-, Licht- und Farbeninszenierung in einer sehenswerten "Choreographie".

Nach zwei Wochen konnte ich das Hotel verlassen und eine sehr schöne, möblierte Wohnung in der ersten Etage eines neu gebauten Hauses mit vergleichsweise hohem Standard beziehen. Leider etwas hellhörig und im Winter nicht ganz so leicht warm zu bekommen, bei nur einem Klimatisierungsgerät im Wohnzimmer für die gesamte Wohnung. Vom Vermieter erhielt ich statt eines Staubsaugers das Angebot, die Wohnung reinigen zu lassen und so konnte ich freitags zum Feierabend eine geputzte und aufgeräumte Wohnung betreten. Die Wohnung ist sehr zentrumsnah, gleich gegenüber befindet sich ein Markt, ein großer, gut sortierter Supermarkt und ein paar andere Läden. Die Selbstversorgung ohne Auto funktioniert bestens.

In Bezug auf die Arbeit fühle ich mich an meine 10 Jahren zurückliegenden ersten Dienstjahre erinnert - und wünschte, man wäre schon so weit. Es fehlte an vielem und so galt es zuerst, etwas Systematik und ein paar Grundlagen zu vermitteln. Dennoch war es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die Stoff für weit mehr als ein Jahr birgt und Ende Mai 2008, dem Zeitpunkt meiner Rückkehr, keineswegs als abgeschlossen betrachtet werden kann.

Wieder zurück in Deutschland

Zurück in Deutschland galt es, die Trennung meines Arbeitgebers und die damit verbundene Neuzuordnung der Kunden zu bewältigen. In einem mehr oder weniger transparentem Prozess wurden aus einer zwei Firmen gemacht. Eine davon stand zum Verkauf und wurde von einem niederländischen Staatsunternehmen erworben.

Und so betreue ich seither "meine" Kunden, es sind Betreiber und Entwickler von Offshore Windparks, im Auftrag dieses niederländischen Staatsunternehmens.

So kam es auch, dass ich Anfang März 2017 mein zwanzigjähriges Dienstjubiläum als Angestellter besagten Unternehmens feiern durfte. Schon ein recht sonderbares Gefühl, denn schließlich bedeuten diese 20 Jahre - je nach Betrachtungsweise - auch irgendwie nur Bergfest, denn so ungefähr 20 Jahre stehen einem dann auch noch bis zur Rente bevor. Das war wohl das Befremdlichste an diesem Jubiläum. Konnte ich mich 10 Jahre zuvor bei meinem "Ausflug" nach Bulgarien noch recht lebhaft an meinen Dienstbeginn erinnern, verblassen diese Erinnerungen mehr und mehr. Was bleibt ist das unbestimmte Gefühl, dass sich in den zurückliegenden 20 Jahren sehr viel (und nicht immer nur zum Guten) verändert hat und was sich einstellt, ist ein unbestimmtes Gefühl, was wohl die kommenden 20 Jahren so bringen werden.

Wie dem auch sei. Es scheint, das niederländische Staatsunternehmen meint es recht gut mit der Belegschaft - bisweilen vielleicht ein wenig zu gut (aber das liegt im Auge des Betrachters). Jedenfalls war man der Meinung, es sei in vielerlei Hinsicht effizienter, nicht mehr jedem / jeder Beschäftigten einen eigenen Schreibtisch, eigene Büromöbel und ein eigenes Fleckchen zur Verrichtung des Tagwerkes zur Verfügung zu stellen. Und so genießen wir seit Februar 2018 die Segnungen des Großraumbüros - bzw. "Open Space", wie es so schön Neudeutsch heißt -  in einem (bzw. zwei) neu gebauten Gebäuden und den umgebauten Bestandsgebäuden. 13 Leute dürfen sich im Schnitt 10 Plätze teilen und auch wenn es sich vielleicht etwas knapp bemessen liest, bisher habe ich noch jeden Tag einen Platz gefunden. An jedem Feierabend wird der Schreibtisch geleert. Persönliche Dinge, wie Laptop, Headset - ja, es gibt keine klassischen Telefone mehr, vielmehr wird über ein Headset und den PC telefoniert - ein paar Stifte, Papier usw. werden über Nacht im persönlichen Locker verwahrt und am nächsten Tag geht's wieder von vorn los.

Und weil wir auch sonst von Tag zu Tag effizienter werden (bzw. werden sollen), entschied ich mich zum Jahresbeginn 2018 dieselbe Anzahl von Kunden in nur noch 90 Prozent der Zeit zu betreuen. Damit - so jedenfalls meine Position - habe ich die Effizienz-Steigerungsvorgabe meines Arbeitgebers bereits für die Jahre 2018 und 2019 erreicht und auf der anderen Seite alle zwei Wochen einen zusätzlichen freien Tag, an dem ich meine Hausarbeit erledigen oder (wenigstens einmal im Monat) in der Therme entspannen kann.

Schauen wir, was die Zukunft noch so bringt.

Ein Witz zum Abschluss

...

Warum wir uns scheiden lassen?

Sie sagte zu mir, wir könnten uns das Bier nicht mehr leisten, ich solle aufhören zu trinken.

Dann erwischte ich sie, wie sie 165 Euro für Kosmetika ausgab. Ich fragte sie, warum ich mit dem Bier aufhören muss, sie aber Geld ausgeben darf?

Sie meinte, sie braucht die Kosmetika um sich für mich schön zu machen.

Ich fragte sie: "Was glaubst du, wozu das Bier gut war...?!"

 

Tja, tapfer durchgehalten bis zum Schluss. Wenn's gefallen hat, empfehlt diese Seite weiter, wenn nicht, sagt es mir.

Viele Grüße aus Bayreuth vom Andreas.

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